Projektwoche am AGO

Unsere Projektwoche in der letzten Unterrichtswoche vor den Sommerferien war ein voller Erfolg:

Bei der Exkursion zur Charlottenhöhle in Hürben begaben sich zwei Klassen des Abendgymnasium Ostwürttemberg von Heidenheim und Aalen aus auf die Spuren der Königin Charlotte von Württemberg. Hier erfuhren sie Interessantes über die Entdeckung, Erforschung und Entstehung dieser weithin berühmten Tropfsteinhöhle.


Während die Königin allerdings an einer Engstelle aufgrund ihres ausladenden Gewandes umkehren musste, konnten die sportlich gekleideten Abendgymnasiasten bis 580 Meter weit in den Berg hinein die verschiedenen Tropfsteinformationen und das Höhlenleben kennenlernen. Geradezu atemberaubend war am Ende der Ausstieg aus der 6°C frischen Höhle in den hochsommerlichen Abend im Lonetal!

Im Projekt "Mikroskop - Binokular" wurden verschiedene tierische und pflanzliche Objekte unter dem Binokular (Stereolupe) und dem Mikroskop betrachtet, z.B. die Facettenaugen eines Nachtschmetterlings, einer Motte und einer Fruchtfliege, unsere Finger, einen Pilz, Flechten, die Widerhacken von Klettfrüchten, die Brennhaare der Brennnessel u.a. mehr.
Für das Betrachten unter dem Mikroskop wurden verschiedene Schnitt-, Quetsch- oder nur einfache Präparate hergestellt. Besonders interessant war der Vergleich von Haaren (schwarze, braune und blonde), wie auch das Betrachten von Muskelfleischfasern, Insektenbeinen, Schmetterlingsschuppen, Pilzmyzelen, Blattquerschnitten.

Und im Projekt "Extrahieren von DNA" wurde versucht die DNA aus eigenen Mundschleimhautzellen, einer Zwiebel und einer Tomate zu isolieren. Alle schnippelten, quetschten, filterten, pipettierten und rührten fleißig und hatten viel Spaß dabei. Leider gelang es nicht die eigene DNA zu gewinnen, was wahrscheinlich daran lag, dass der verwendete Wodka nicht genügend Volumenprozent Alkohol enthielt. Dagegen waren die Ergebnisse bei der Tomate und der Zwiebel sehr ansehnlich.

Am Samstag in aller Frühe machten sich acht Leute auf den Weg nach Gießen. Dort konnten sie eine Vorlesung zu Justus Liebigs Schaffen und Leben im historischen Hörsaal hören. Der Professor zeigte uns anhand zahlreicher Versuche, was auch schon Liebig immer an der Chemie fasziniert hatte. Beim anschließenden Rundgang durch das Liebigmuseum konnte die Ausrüstung des ersten chemischen Lehrlabors in Deutschland erkundet werden. Der Nachmittag führte dann ins Mathematikum, ein Mitmachmuseum zu allen Themen der Mathematik ganz ohne Formeln. Dort gab es allerhand Aufgaben zum Tüfteln und Ausprobieren. Manches Rätsel blieb trotz vereintem Kopfzerbrechen ungelöst, während sich an anderen Stationen überraschende Lösungen zeigten. Am Abend kehrten wir nach Aalen mit dem Kopf voller Pyramiden, Dreiecken und Mustern zurück.

Viel Spaß und erhellende Einsichten hatten auch die Teilnehmenden des Projekts "Wahlwerbespots analysieren und selbst erstellen". Neun Schülerinnen und Schüler aus den Klassen AH 11 und AH 12 nahmen sich dabei Wahlkampagnen aus den Jahren 1952 (Eisenhower) und 1960 (J. F. Kennedy) vor, um sie sowohl von der theoretischen als auch der praktischen Seite unter die Lupe zu nehmen. Anschließend wurden auch moderne Wahlspots von Angela Merkel (2013), der AfD (2013) und Barack Obama (2008) analysiert und verglichen. Der Focus dabei lag einerseits auf Aspekten wie der Kameraeinstellungen, der Musik, der Sprache, den angesprochenen politischen Themen, den Kandidaten und der Zielgruppe des Clips. Andererseits wurden die gleichen Clips nach dem AIDA Werbewirkungsprinzip: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung) analysiert. Abschließend erstellte die Gruppe einen eigenen Videoclip für die Wahl des Schülersprechers.