OSTERN IN ENGLANDS GARTEN

Zum ersten Mal fand in den Osterferien eine standortübergreifende Studienreise des Abendgymnasiums Ostwürttemberg nach England statt. Dass das englische Wetter nicht seinem schlechten Ruf entspricht, hat man gleich am ersten Tag erkannt. Die Gruppe hatte nun eine Woche Zeit, um andere Klischees unter die Lupe zu nehmen.

Die Schüler und Schülerinnen der 11. Klassen aus Schwäbisch Gmünd und Aalen unternahmen die Reise nach England in Eigenregie, um Land und Leute kennen zu lernen und vor allem ihre Sprachkenntnisse im Ursprungsland in der Praxis zu erweitern. Für den Fall, dass es doch zu Schwierigkei-ten in der Kommunikation kommen würde, hatten sie auch ein Ass im Ärmel. Lindsey Haas, Englischlehrerin am Abendgymnasium und gebürtige Engländerin, begleitete die kleine Schar auf der Reise. Sie war es auch, die 7 Tage lang die Herausforderungen des Linksverkehrs mit Bravour gemeistert hat.

In der Grafschaft Kent, die auch "Englands Garten" genannt wird, bezog die Reisegruppe von der Ostalb The Old Saw Mill Cottages, mehrere Ferienhäuser in ländlicher Abgeschiedenheit: vor der Tür hunderte Schafe, und tatsächlich entdeckte man in jeder Herde mindestens ein schwarzes Schaf. Im Garten Englands wachsen nicht nur prächtige Blumen, auf dem Weg zur Unterkunft tauchten wie aus dem Nichts Fasanen, Feldhasen und Rehe auf.

Der erste Ausflug führte nach Hastings, in die Stadt, die durch die Schlacht von 1066 bekannt ist, Ausgangspunkt der normannischen Invasion Englands unter Wilhelm dem Eroberer. Heute herrscht jedoch eine friedliche Stimmung in der Stadt. Während ausländische Besucher in Schal und Mützen eingepackt am Meer flanierten, genossen die hartgesottenen Einheimischen den milden Tag in T-Shirts und kurzen Hosen.

Bald stellte sich heraus, dass auch das Vorurteil gegenüber der englischen Küche unbegründet ist. Ob Vegetarier oder Fleischliebhaber, alle kamen auf ihre Kosten.

Cambridge, die Stadt der weltberühmten Eliteuniversitäten, erwartete die Gruppe mit aufregenden Aktivitäten. Großer Beliebtheit erfreut sich das sog. Punting, eine Bootsfahrt auf dem Fluss durch die Stadt, ähnlich einer Gondelfahrt in Venedig. Allerdings schieben hier die Kahnfahrer das Ge-fährt mit Floßstangen gegen den Strom flussaufwärts, und anstatt italienische Liebeslieder zu schmettern, erzählen sie Geschichten über die Stadt.

Zweifelsohne gehörte der Tagesausflug nach London zu den Höhepunkten der Reise. Der Tower mit der Towerbridge, der St. James Park, der Regierungssitz in der Downing Street, die Einkaufsmeile Regent Street und vor allem der Buckingham Palace waren obligatorisch. Ein Rätsel blieb, wie die Leibwächter mit den großen schwarzen Pelzhüten die Wachablösung absolvieren können, werden doch ihre Augen von den Hüten fast vollständig bedeckt. Interessant war zu erfahren, dass diese Leibwächter Beefeater, also Rindfleischesser genannt werden. Die Bezeichnung soll auf die privile-gierte Stellung dieser Soldaten zurückgehen, die am Tisch des Königs üppigere Mahlzeiten als der Rest der Truppe genießen durften.

Die Stadt Canterbury als abschließendes Ausflugsziel vereint mit ihrer Kathedrale, den Geschichten des Dichters Chaucer, der ausgedehnten Shoppingpromenade Vergangenheit und Gegenwart in Harmonie. Hier konnten noch letzte Einkäufe an Souvenirs getätigt werden.

Nach der gemeinsam verbrachten Woche kehrten die Schülerinnen und Schüler mit aufregenden Erfahrungen heim. In einem Klischee fühlten sie sich vollkommen bestätigt: Engländer sind tatsäch-lich in jeder Lebenssituation höflich und optimistisch. Sogar bei einem Regenschauer hörte man nur sagen: "What a lovely rain" - Was für ein netter Regen.

Meinungen & Erfahrungen

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